Ich bin fasziniert. Nicht von einem Mann. Von dem, was gebaut wird. Eine Rakete, die wieder landet. Ein Auto, das ohne Fahrer soll. Eine Maschine, die in einer Halle stehen soll, in der heute noch jemand steht. Tesla. SpaceX.
Ich habe dort keine Werkstatt. Ich habe denselben Feed wie du. Wo ich Zahlen habe, nenne ich sie. Hier habe ich vor allem Bilder.
Die Bilder sind sauber. Disruption klingt dort nach Fortschritt. In der Küche klingt dasselbe Wort nach Abzug. Was fällt weg. Wer bleibt. Wer von null anfängt.
Ob das jedem bewusst ist, weiß ich nicht. Ich weiß, dass viele es als Show behandeln. Wie Sport. Man schaut zu. Man hat eine Meinung zu dem Mann. Montag geht man wieder in denselben Job, als wäre der Job ein Gebäude, das nicht einzustürzen hat, weil man Miete zahlt.
Ich habe das lange so gemacht. Fasziniert und unversichert. Die Faszination war echt. Der Plan war keiner.
Der Schutz, der keiner ist
Ist mein Arbeitsplatz noch sicher. Ich stelle die Frage, weil ich die Antwort nicht habe.
Mein Job lebt von Verantwortung. Die ist nicht teilbar. Kein Modell übernimmt den Satz, den ich sage, wenn es eng wird. Kein Roboter setzt sich zu meinen Kindern, wenn der Lohn ausbleibt.
Das klingt nach Schutz. Es ist keiner. Verantwortung schützt nicht vor einer Tür, die sich ändert. Sie macht nur teurer, was passiert, wenn sie sich ändert.
Wenn Kinder am Tisch sitzen, ist von null anfangen kein Gedanke für später. Es ist eine Rechnung, die man jetzt schon nicht bezahlen will.
Von null anfangen ist kein Plan.
Was ich tue
Das muss jeder für sich entscheiden. Ob der eigene Job hält. Ob man wartet, bis es jemand offiziell nennt. Ich kann dich nicht umentscheiden.
Ich kann sagen, was ich tue, seit mir das klar geworden ist: Inventur. Nicht suchen — aufschreiben, was da ist.
Was kann ich, das ohne Visitenkarte trägt. Was bricht am Montag, wenn der Job bricht — Miete, Rate, Versicherung, in Zahlen und nicht im Gefühl. Wen kenne ich, mit dem ich reden kann, bevor ich reden muss. Wie lange halten wir durch, wenn ab morgen nichts mehr hereinkommt.
Vier Fragen, ein Blatt, eine Stunde. Die meisten können keine davon beantworten. Das ist der eigentliche Befund — nicht die Lage in Texas, sondern dass die Disruption in der Gehaltsabrechnung ankommen kann und niemand die Zahl kennt.
Man kann sich die Höhe kaum vorstellen. Genau deshalb tun die meisten nichts. Was man sich nicht vorstellen kann, schiebt man.
Ich habe geschoben. Die Kinder haben trotzdem Geburtstag.
Warum jetzt und nicht dann
Was ich später brauche, weiß ich heute nicht. Ich weiß, dass ich es nicht in der Woche entscheide, in der der Vertrag endet.
Solange der Job da ist, ist es eine Rechnung. Danach ist es Panik. Und Panik rechnet schlecht.
Ich baue vor. Nicht weil ich den Termin kenne. Weil ich den Preis kenne, wenn ich ihn verpasse.
Diese Woche eine Stunde. Nicht der nächste Launch. Ein Blatt, vier Zeilen. Was du kannst. Was am Montag bricht. Mit wem du redest. Wie lange ihr durchhaltet. Dann erst Tesla.
Wenn du das für Panik hältst, ist das eine Antwort. Dann kommst du nicht wieder, und ich nehme es niemandem übel.
Wenn du bleiben willst: Sonntag. Dieselbe Stelle. Ich bin dann hier.